Vom Trainingscamp am KIT zum Erfolg bei internationalem Wettbewerb in Turin

Acht Silber- und drei Bronzemedaillen gewann das deutsche Team bei der International Earth Science Olympiad 2026 in Turin. Vier der zuvor am KIT trainierenden Jugendlichen vertraten Deutschland bei dem Wettbewerb. Die Dr.-Hartwig-Blume-Stiftung ermöglichte das Trainingscamp in Karlsruhe.
Elf Medaillen für das deutsche Team bei der Geowissenschafts-Olympiade
Geowissenschaftliches Wissen hilft, komplexe Fragen zu Klima, Wasser, Energie und Rohstoffen zu verstehen. Die International Earth Science Olympiad (IESO) bringt deshalb besonders qualifizierte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern zusammen. Bei der 19. Ausgabe vom 20. bis 27. August 2026 in Turin gewann das deutsche Team insgesamt acht Silber- und drei Bronzemedaillen.
Zum Team gehörten Kou Jinrui und Hagen Esch aus Baden-Württemberg, Jannes Pfeiffer aus Thüringen sowie Eric Otto aus Sachsen. Sie hatten sich zuvor über die Deutsche Olympiade der Geowissenschaften für den internationalen Wettbewerb qualifiziert.
Vom 28. Juni bis 2. Juli 2026 kamen die zehn besten Teilnehmenden der Deutschen Olympiade der Geowissenschaften zu einem Trainingscamp am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen. Der Dachverband der Geowissenschaften und das KIT hatten sie nach Karlsruhe eingeladen. Fachliche Vorträge, Labor- und Geländearbeit sowie Exkursionen vertieften ihre Kenntnisse unter anderem in Geophysik, Tektonik, Seismik, Vulkanismus und Paläontologie. Auch die Geologie der Alpen und der Po-Ebene sowie wissenschaftliche Diskussionen auf Englisch gehörten zum Programm.
Die Dr.-Hartwig-Blume-Stiftung aus Hamburg ermöglichte die Durchführung des Camps. Stiftungsvorstand Herr Grütters besuchte die Nachwuchstalente während ihres Aufenthalts am KIT und informierte sich vor Ort über das Programm. Prof. Dr. Schilling und Dr. Müller vom Institut für Angewandte Geowissenschaften brachten ihre fachliche Expertise ein. Herr Gauß und das Science-Camp-Team des Zentrums für Mediales Lernen organisierten und begleiteten das Trainingscamp, das in Kooperation mit der KIT-Stiftung realisiert wurde.
Bei der IESO bearbeiteten die Jugendlichen theoretische und praktische Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen der Geowissenschaften. Sie untersuchten im Gelände Gesteine und geologische Strukturen, werteten Beobachtungen aus und arbeiteten unter anderem mit Polarisationsmikroskopen und einem hochauflösenden 3-D-Modell eines geologischen Aufschlusses.
Ein Teil des Wettbewerbs fand in international zusammengesetzten Teams statt. Neben Fachwissen waren deshalb auch Zusammenarbeit und wissenschaftlicher Austausch über Sprach- und Ländergrenzen hinweg gefragt. Diese Arbeitsweise entspricht dem fachübergreifenden und internationalen Charakter moderner Geowissenschaften.
Die nächste Deutsche Olympiade der Geowissenschaften beginnt im November 2026. Sie steht Schülerinnen und Schülern offen und dient zugleich als nationaler Auswahlwettbewerb für die nächste International Earth Science Olympiad. Das KIT freut sich über Fördernde, die die kommende Deutsche Olympiade der Geowissenschaften und die Vorbereitung der Nachwuchstalente unterstützen möchten. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
